Category Archives: Pinnwand

Perspektivwechsel – im Dialog über Stadtraum

Nutzerinnen und Nutzer erzählen über ihre Art der Wahrnehmung und ihre Wünsche an den öffentlichen Raum als Raum für informelle Bildungsgelegenheiten

Die Stadt Siegen, die derzeit im Städteranking und in der öffentlichen Wahrnehmung einen deutlichen Imageschaden verzeichnet, erscheint als geeignet genug um diejenigen, die die Stadt tagtäglich nutzen, nach dem individuellen Wert der öffentlichen Räume in der Stadt Siegen zu fragen, die für sie von Bedeutung sind. Dabei sollen neben den Stärken und Schwächen insbesondere die Orte in den Blick genommen werden, die, eher subjektiv wahrgenommen, Hinweise auf öffentliche Räume als Potenzialräume für informelles Lernen geben.

Wo sind die perfekten Orte in der Stadt an denen sich die Menschen wohlfühlen und gerne aufhalten? Sind es die Angebote die dort vorhanden sind? Oder sind es Orte an denen man sich gerne trifft? Welche Bedeutung hat dieser Ort für die Nutzerinnen und Nutzer? Was macht diesen Ort so besonders? Ist es die Lage im Stadtgebiet? Ist es die Gestaltung des Ortes oder sind es die Nutzungsangebote und Nutzungsmöglichkeiten? Und warum „funktionieren“ manche Orte nicht? Warum werden Orte in der Stadt gemieden? Was macht diese Orte unattraktiv und für wen?

Um Antworten auf diese und viele Fragen mehr zu bekommen befragten die Teilnehmer_innen des Seminars ‚Planungsbezogene Soziologie‘ Nutzerinnen und Nutzer, groß und klein, jung und alt, unmittelbar vor Ort in der Stadt Siegen.

Im Vorfeld wurden durch eine Stadtteilbegehung die Orte eruiert, die aus der Perspektive der Studierenden als Räume für potenzielle Bildungssettings geeignet erscheinen.

Zur Überprüfung der eigenen Wahrnehmung fand im Juli eine Befragung der Nutzerinnen und Nutzer derjenigen Orte statt, die zuvor als potenziell geeignete Orte und als potenziell weniger geeignete Orte lokalisiert wurden. Es galt herauszufinden, wie die jeweiligen Orte aus Nutzerperspektive beschrieben und bewertet werden und auch darum, inwieweit Möglichkeiten des informelles Lernen vorhanden sind und womöglich auch von den Nutzer_innen benannt werden. Das Ziel der Befragung ist es, die Qualitätskriterien der öffentlichen Räume aus Nutzerperspektive herauszuarbeiten, um Rückschlüsse auf die Anforderungen bei der Planung und Gestaltung informeller (Bildungs-)Räume zu erhalten. Eine Stadtteilbegehung mit Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahren fand Mitte Juli statt.

Autorin: Christine Loth (Universität Siegen)

Videografie: Jessica Schäfer (Universität Siegen)

Partnerschaft mit dem Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt

WJ2015_BMBF_RGBDie Sommerschule „Die bildende Stadt“ ist jetzt offizieller Partner des Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt! Damit werden die Aktivitäten der Sommerschule in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Wissenschaftsjahrs 2015 integriert. Das diesjährige Wissenschaftsjahr beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Forschung und Stadt und untersucht wie Wissenschaft dazu beitragen kann, Städte lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten.

Interessante Inhalte findet ihr auf der Facebook– und Twitterseite des Wissenschaftsjahrs. Außerdem laden viele Veranstaltungen auf der Homepage zum Diskutieren und Mitmachen ein!

Ausstellungseröffnung in Erfurt – „Zeig uns deine Stadt!“

Am Freitag, den 24. Juli 2015 wurde um 16 Uhr die Ausstellung „Zeig uns deine Stadt – Lebenswirklichkeiten von jugendlichen Flüchtlingen in Erfurt“ eröffnet.

Die Ausstellung zeigt die im Rahmen des Studienprojektes zur „Bildenden Stadt“ entstandenen Fotos der Kinder und Jugendlichen der Vorschaltklasse der Erfurter Lessingschule. Ziel des Projektes ist es, sich  den Lebenswirklichkeiten von jugendlichen Flüchtlingen anzunähern und sich  damit an der politischen und öffentlichen Debatte zur Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen zu beteiligen. Die Bewerbung der Ausstellung über Flyer und Plakate, soziale Netzwerke, die Presse sowie einen lokalen Radiosender weckte großes Interesse an der Thematik, sodass wir am Freitag rund 50 Gäste aus Erfurt und Umgebung begrüßen konnten. Zur Eröffnung sprach Tamara Thierbach, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung und Kultur der Stadt Erfurt die einleitenden Worte. Ebenfalls anwesend waren Vertreter des Erfurter Kunstvereins sowie viele weitere Projektpartner, die uns von Beginn an unterstützten.

Die Ausstellung wird noch bis 15. August 2015 im „Haus der Nachhaltigkeit und Menschenrechte“ in der Erfurter Innenstadt zu sehen sein.

Autor: Fachhochschule Erfurt

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Neuigkeiten aus Kassel

Der Begriff der Bildungslandschaft befasst sich mit den Disziplinen der Erziehungswissenschaft und der Lehre vom Raum.

In unserem Projekt versuchen wir, ausgehenden von aktuellen Erkenntnisse der Soziologie und Pädagogik, Bildung in die Stadtlandschaft zu übersetzen und sie für jeden zugänglich zu machen. Dabei steht vor allem die Verknüpfung des Ortes mit den kulturellen-, gesellschaftlichen- und  sozialen Unterschieden im Vordergrund.

Der Jungbusch ist ein multikultureller Stadtteil, der derzeit von einer dort stattfindenden Gentrifizierung geprägt wird. Es ist ein zentraler Ort, wo verschiedene Bildungseinrichtungen aneinander grenzen. Die Popakademie Baden-Württemberg, der Musikpark Mannheim, die Grundschule Jungbusch, die Universitätbibliothek Mannheim und diverse Kindergärten sind dort bereits angesiedelt.

Das Projekt setzt sich aus elf Studierenden der Landschaftarchitektur und des Städtebaus zusammen, die sich als Planungsgebiet den Mannheimer Jungbusch, ein Gelände unmittelbar am Verbindungskanal, ausgesucht haben.

Das Projekt bietet uns, als Studenten, die Chance einem gegenwärtigen und alltäglichen Problem mit einem Entwurf, städtebaulich sowie landschaftsarchitektonisch konzipiert, replizieren zu können. Unsere Erkenntnisse sollen im Rahmen einer Ausstellung, die Ende jedes Semesters an der Universität Kassel stattfindet, in unserer eigenen Bildungslandschaft dargestellt werden.

Die Intentionen dieser Ausstellung sind Denkanstöße zu gewähren und städtebauliche Fragestellungen zu formulieren.

Autoren: Studierende der Uni Kassel

Ausstellung „Floating Experience“ der Studierenden der HCU in Hamburg

Der Stadt als Campus e.V. hat vom 10. bis 11. Juli das Zukunftsstudio „Auf dem Weg zur Stadt als Campus“  geplant. In Kooperation mit dem Zukunftsstudio haben die Studierenden der HCU Hamburg am Samstag (11. Juli) die Aktion „Floating Experience“ vorbereitet. Die interaktive Ausstellung zeigt den aktuellen Projektstand des Projektes „Floating Campus +“ und darüber hinaus Möglichkeiten der kreativen Mitgestaltung und ersten spielerischen Raumerfahrung eines schwimmenden Campus.

Zu beiden Veranstaltungen möchten wir euch herzlich einladen!

Die Aktion „Floating Experience“ wurde im Rahmen des Studienprojektes „Alpenwiese 4.0“ (angelehnt an die Idee des Büros BIG, welche im Jahr 2009 eine schwimmende Alpenwiese für Hamburg vorgeschlagen hat) erarbeitet. Das Projekt hatte die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für einen schwimmenden Campus/Freiraum vor der HCU zum Ziel.


Weitere Infos:

Lokaler Bildungsverbund Reuterkiez

Die Projekte im Reuterkiez zum Thema Bildung und Stadtentwicklung gehören deutschlandweit zu den bekanntesten. 2007 wurde der Lokale Bildungsverbund Reuterkiez gegründet. Heute sind im Bildungsverbund 4 Schulen, 20 Kitas, 3 Kinder- und Jugendeinrichtungen, Jugendhilfeträger, Elterninitiativen, Vertreter der zuständigen Verwaltungen sowie die beiden Quartiersmanagements vertreten. Dazu kommen die Bildungsvorhaben Campus Rütli – CR² und Ein Quadratkilometer Bildung.

Die Juni/Juli Ausgabe 2012 der Stadtteilzeitung „Reuter“ berichtet über das Schwerpunktthema „Bildung im Reuterkiez“. Folgende interessante Artikel könnt ihr dort finden:

  • Quartiersmanagement und Bildung: Die Schulen entscheiden über den Kiez, Seite 3
  • Engagement privater Stiftungen im Kiez: Ein Quadratkilometer Bildung, Seite 4
  • Interview mit Josef Kohorst vom Bildungsverbund Reuterkiez, Seite 5

Ausstellung zum Förderprogramm „BiQ – Bildung im Quartier“ in Berlin

Vom 29. Juni bis zum 27. Juli 2015 findet die Ausstellung zu Projekten des Förderprogramms „BiQ – Bildung im Quartier“ im Lichthof der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Am Köllnischen Park 3, in Berlin Mitte statt.

„BiQ – Bildung im Quartier“ ist ein Teilprogramm der Berliner „Zukunftsinitiative Stadtteil“ und geht von der Prämisse aus, dass der Erfolg von Quartiersentwicklung und Bildung voneinander abhängt. In der Ausstellung werden sowohl bauliche als auch soziointegrative Maßnahmen vorgestellt.

Detailliertere Informationen zu BiQ könnt ihr in der Pressemitteilung zur Ausstellung finden.

Schulprojekte der Urbanistik auf der summaery15 in Weimar

Die Abschlussausstellung der Bauhaus-Universität als (Stadt)öffentliches Spektakel wird von uns genutzt, um gemeinsam die Ergebnisse aus den StadtLandSchule-Projekten zu präsentieren, die sich alle mit ganz unterschiedlichen Ansätzen mit dem Thema Schule und Stadt – und Land – befasst haben. Veranstaltungsort ist ein im Rahmen dieser Arbeit entstandener Pavillon MOOSAIK, welcher das Ziel verfolgt, den anstehenden SCHULUMBAU SICHTBAR zu MACHEN, der an der Staatlichen Gemeinschaftsschule Jenaplanschule Weimar im Rahmen der IBA THÜRINGEN stattfinden wird.
Getreu dem IBA-Motto StadtLand haben wir das Thema Schule an verschiedenen Standorten untersucht und stellen Ihnen vor, wie das Spannungsfeld Stadt-Land anhand der Thüringer Gemeinschaftsschulen räumlich wirksam werden kann.

 

Autor: Arvid Krüger (Bauhaus-Universität/Professur Stadtplanung)