Bauhaus-Universität Weimar

StadtLandSchule –
Bildungslandschaften in Thüringen


Projekt
Prof. Barbara Schönig, Arvid Krüger
Fakultät Architektur und Urbanistik, Professur Stadtplanung

Insbesondere im ländlichen Raum stellen Schulen einen wesentlichen Faktor räumlicher Identität dar. „Stirbt die Schule, stirbt der Ort“: Schlagzeilen wie diese begleiteten die Schrumpfungs- und Stadtumbaudebatte von Anfang an. Wo es rein zahlenmäßig entweder eine Schule für alle Kinder oder gar keine Schule mehr geben kann, setzt sich jenseits ideologischer bildungspolitischer Debatten um Gymnasium, Realschule, Hauptschule ein pragmatischer Zugang zur Schulstandortplanung durch. So ist auch die Gemeinschaftsschule in Thüringen ein Modell, wohnortnahes Lernen von der Grundschule bis zum Abitur für alle zu ermöglichen.

In diesem Sinne startet das Projekt seine forschende Analyse:

  • Können Schulen mehr sein als isolierte Lernorte?
  • In welcher Weise können sie zum Bestandteil und Katalysator einer Bildungslandschaft werden?
  • In welcher Weise und mit welchen Strategien können sie zum Ausgangspunkt werden für lebenslanges Lernen ebenso wie für Strategien räumlicher Entwicklung?

Im Rahmen des Projekts wird am Beispiel von Gemeinschaftsschulen in ganz unterschiedlichen Räumen in Thüringen (von der wachsenden Stadt bis zum schrumpfenden Dorf) untersucht, welche Wechselwirkung sie mit ihrem Raum besitzen, und wie eine urbanistische Interpretation des Begriffs der Bildungslandschaft aussehen könnte. Ziel ist es, Handlungsstrategien für eine Integration von räumlicher Entwicklung, Schulentwicklung und „Neues Lernen in Kommunen“ für Schulstandorte in bestimmten Räumen zu entwickeln.

 

Ein Bau-Haus für die Schule – Mit Kindern planen und bauen

Übung zum Entwurf
Fakultät Architektur und Urbanistik, Professuren Entwerfen und Tragwerkskonstruktion, Städtebau 1 und Stadtplanung


Ziel des Projekts sind Planung, Entwurf und Bau eines temporären Info- und Werkstattpavillons („Bau-Haus“) auf dem Schulhof der Staatlichen Gemeinschaftsschule Weimar. Diese ist eine besondere Schule, in der nach Jenaplan-Konzept jahrgangsübergreifend, projektorientiert und selbstbestimmt gelernt wird. Da die Schule derzeit von einer Grundschule zu einer Gemeinschaftsschule aufwächst und sich das Schulgebäude „Am Hartwege“ in dringend sanierungsbedürftigem Zustand befindet, wird derzeit eine Sanierung und möglicherweise eine Erweiterung des Gebäudes vorbereitet.

Dieser Schulumbau soll durch einen umfassenden Partizipationsprozess mit Schülern, Lehrern, Anwohnern und allen zu beteiligenden Akteuren des Schulträgers (Stadt Weimar) begleitet werden. Ein Konzept für diesen Prozess wurde in einem selbstbestimmten Projekt von Urbanisten und Architekten im WS 2013/2014 vorbereitet.

Nun soll  das Konzept weiter entwickelt werden und konkret ein Ort (das Bau-Haus)entstehen, an dem der Schulumbauprozess über die nächsten Jahre hinweg Sichtbarkeit erlangen kann. Gemeinsam mit Kindern, Lehrern, Eltern und allen Interessierten soll darüber hinaus eine temporäre Planungswerkstatt auf dem Schulhof geplant und konzipiert werden.


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