Grundlagen

In neun stadtplanungsbezogenen Studiengängen in Deutschland haben im Sommersemester 2010 Seminare und Projekte zur unsichtbaren Stadt stattgefunden. Jeder Kurs hat sich dem Thema über ganz unterschiedliche thematische und methodische Einstiege genähert. Die hier behandelten Themen und das generierte Wissen bildeten die Arbeitsgrundlage für die Sommerschule, an der Studierende aus den Seminaren und Projekten der neun Hochschulen zusammen eine Woche lang zur unsichtbaren Stadt weiterarbeiteten.

Als Input für die Sommerschule wurden die Ergebnisse der Vorbereitungskurse jeweils auf zwei Plakaten aufbereitet. In einigen Kursen wurde die Arbeit darüber hinaus auch filmisch umgesetzt und weitere Produkte und Aktionen entwickelt, wie ein „Nachhaltigkeits-Kartenspiel“, ein interaktiver Geruchsstadtplan, eine Ausstellung oder die Präsentation beim Ruhrschnellweg auf der A40.

Bauhaus-Universität Weimar

Die unsichtbare Stadt. Wahrnehmung von Religion im Stadtraum.

Anhand des Gebiets Richardplatz-Süd im Berliner Stadtteil Neukölln wurde der Frage nachgegangen, in welchen Räumen und auf welche Art Muslime und islamische Einrichtungen im Stadtraum sichtbar oder unsichtbar sind und welchen Einfluss dies auf die Eigen- und Fremdwahrnehmung hat.

Fakultät Architektur, Institut für Europäische Urbanistik, Professur Raumplanung und Raumforschung

Prof. Dr. phil. habil. Max Welch Guerra | Dipl.-Ing. Caroline Kauert | Volker Katthagen | Jennifer Nitschke | Tina Tuchscheerer

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BTU Cottbus

die.unsichtbare.energetische.Stadt.

Das Projekt untersuchte, inwieweit Prozesse der Energiebereitstellung und deren verantwortungsvolle Nutzung mit dem heutigen und zukünftigen Leben in der Stadt vereinbar sind: Wie wird mit der verfügbaren Energie umgegangen, für was wird sie genutzt und wie wird Energie wahrgenommen? Gibt es Stadtbereiche mit unterschiedlichem Energiebedarf, wo wird viel, wo wenig Energie verbraucht? Wie würde sich die Stadtstruktur ändern, wenn sich Energieformen und Verfügbarkeit ändern?

Institut für Städtebau und Landschaftsplanung, Lehrstuhl Stadttechnik

Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol | Dipl.-Ing. Sven Koritkowski | Dipl.-Ing. Stefan Simonides | Malte Boran | Peter Breiler | Wendelin Claus | Florence Ebert |
Ria Fünfstück | Roy Gäbert | Maria Geering | Susanne Gruß | Susanne Hanika | Michael Heinze | Julia Herfurth | Konstanze Jonientz | Nandor Kovac |
Martin Kunz | Martin Maleschka | Anne Mauch | Peggy Mittmann | Pokrat Mocklingtoff | Laura Mottola | Franziska Neumann | Nicolas Övermann |
Kerstin Prejawa | Thomas Pusinelli | Alexandra Roczek | Petra Schulz | Benjamin Strachotta | Hans-Christian Trapp | Tobias Tresp | Anja Weberchen |
Simon Winterhader | Stefanie Wladika | Elisa Wolf | Shifan Wu

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HCU Hamburg

(Un-)sichtbare Stadt(planung). HCU goes Wilhelmsburg?!

Der Stadtteil Wilhelmsburg ist spätestens seit Beginn der Bauausstellung im Jahr 2007 in den Fokus der Hamburger Öffentlichkeit gerückt. In den Köpfen der meisten BewohnerInnen Hamburgs ist der Stadtteil jedoch noch immer weit weg von Hamburg und eine Art "No-go-area". Man hört viel, aber man weiß wenig. Das Projekt "HCU goes Wilhelmsburg" will diese viele Schichten von Planungen, Zuschreibungen und Wahrnehmungen sichtbar machen. Sie bilden gewissermaßen ein weiteres, unsichtbares Wilhelmsburg, das ebenso wie der reale, physische Raum Veränderungen unterworfen ist.

Department Stadtplanung, Institut für Städtebau- und Quartiersentwicklung

Prof. Dr. Michael Koch | Dipl.-Ing. MSc Maren Harnack | Merle Pannecke | Hanna Santoro

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RWTH Aachen

Unsichtbare Stadt. Immer der Nase nach. Oder: Wie klingt eigentlich Aachen?

Im Seminar ging es darum, Stadt mit verschiedenen Sinnen wahrzunehmen, urbane Orte sinnlich zu erkunden. Unter dem Motto "Neu denken – neu sehen – neu planen – neu darstellen!" sollen unsichtbare Eigenschaften der Stadt wahrnehmbar und verstehbar gemacht werden. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei die Sinne Riechen und Hören und ihre Wirkung auf die Wahrnehmung von Stadt.

Fakultät Architektur, Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung

Prof. Dr. Klaus Selle | Dr. Marion Klemme | Irada Bashirov | Lin-Leonardo Czerwinski | Mathias Dargel | Kathrin Hermanns | Caspar Indenhuck |
Alexander Koch | Till Martin | Yilmaz Yilmaz

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TU Berlin

Sichtbarkeitsregime: Unsichtbares sichtbar machen - Sichtbares unsichtbar machen.

In verschiedenen Teilbereichen wurde den Fragen nachgegangen, ob es möglich ist, normative Aussagen zur Unsichtbarkeit in der Stadt zu treffen, ob und welche Sichtbarkeitsregime in der Stadt vorhanden sind und wer die Akteure sind, die Sichtbares unsichtbar werden lassen oder Unsichtbares sichtbar machen.

Institut für Stadt- und Regionalplanung, Fachgebiet Stadt-und Regionalökonomie

Prof. Dr. Dietrich Henckel | Svende Albrecht | Jenny Büttner | Carsten Dittus | Polina Goldberg | Corinna Hardenberg | Sunhee Jo | Benjamin Könecke |
Philipp Kühl | Johannes Martin | Nikolas Neuber | Björn Nieter | Matties Oetzmann | Anna Parnitzke | Mari Pape | Max Rehberger | Josefine Reichert |
Hui Zhang | Lu Zhang | Sandra Zimmermann

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TU Dortmund

Urban Mentality - Greifen nach der 4. Dimension des Raums.

Mit den innerhalb des Seminars entwickelten urbanen Raumtypologien wird versucht, die Mentalität der Orte zu beschreiben. Es wird eine neue Denkweise angestrebt, die bei der Wahrnehmung von Räumen über die visuellen Aspekte hinausgeht. Auch Funktionen und Emotionen spielen eine wichtige Rolle bei der Entdeckung von Stadtraum. Somit gilt es, die unsichtbare Stadt sichtbar, verstehbar, erlebbar zu machen, unentdecktes zu entdecken und alte Wege neu zu beschreiten.

Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher | Dipl.-Ing. Jan Polivka | Annika Bellmann | Niklas Förstermann | Christopher Pasaribu | Kathrin Pinno |
Lisa Reudenbach | Marc Schönberger | Peng Shao | Magnus Terbahl | Leif von Nethen | Hong Zhu

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TU Dresden

Lernen von Königshufen?!

Am Beispiel des Stadtteils Königshufen in Görlitz werden Thesen und Visionen hinsichtlich eines nachhaltigen Umbaus der Großwohnsiedlung abgeleitet. Als Grundlage dienen Beziehungen zwischen den Siedlungen am Stadtrand, den Innenstädten und insbesondere der Region, um die Rolle von Königshufen mit seiner Lage zwischen Stadt und Landschaftsraum zu finden und spezifische Nutzer- und Zielgruppen sowie potenzielle Angebote herauszuarbeiten. Es ging dabei auch darum, herauszufinden, wie sich solche Stadtteile organisieren und wie diese Prozesse sichtbarer werden können.

Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau, Stiftungsprofessur Stadtumbau und Stadtforschung

Prof. Dr.-Ing. Jürg Sulzer | Dipl.-Geogr. Benno Brandstetter | Dipl.-Ing. Gunnar Rönsch | BA. Eng. Claudia Elliger | Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Uteß

in Kooperation mit tx – büro für temporäre Architektur

Dipl.-Ing. Ines-Ulrike Rudolph

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Universität Kassel

Die virtuelle Stadt. Überlagerungen der virtuellen und der realen Stadt.

Kernfragen des Seminars waren, wie sich die Zunahme virtueller Räume auf die materiellen Städte auswirkt bzw. wie sich das web 2.0 bereits auf die Städte ausgewirkt hat und welche Rolle die Überlagerung virtueller und realer Räume spielt. Auf der einen Seite galt es also, die Präsenz von Städten im Netz zu untersuchen, auf der anderen Seite wurden Spuren des virtuellen Raums im städtischen Raum gesucht.

Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung, Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung

Prof. Dr.-Ing. Iris Reuther | Architecte D.P.L.G. Tristan Lannuzel | Tobias Backen | Matthias Pöhler | Nicolai Sieber

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Universität Stuttgart

Phänomene des Unsichtbaren. Qualitäten des Sichtbarmachens für die räumliche Entwicklung

Es wurden Potentiale und Qualitäten herausgearbeitet, die ein Sichtbarmachen von sonst unsichtbaren Phänomenen für die stadträumliche Entwicklung mit sich bringen kann.

  • Was sind unsichtbare Phänomene, kann man diese aufspüren und sichtbar machen?
  • Welche Potenziale und Qualitäten stecken in der Sichtbarmachung des bisher Unsichtbaren für die stadträumliche Entwicklung?

Fakultät für Architektur und Stadtplanung, Städtebau-Institut

Prof. Dr.-Ing. Franz Pesch | Dipl.-Ing. Britta Hüttenhain | Dipl.-Ing. Stefan Werrer | Alexandra Beyl | Lorenz Brugger | Johannes Buchhammer | Petra Gerhardt | Carsten Güth | Elena Hammerschmidt | Philip Hinrichsmeyer | Susanne Hügel | Anna Janzen | Thibault de Joybert | Ulrich Kneifl | Wulf Kramer | Sebastian Kron | Rémi Lapostolle | Sandrine Nsoga | Lara Scholl 

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Ein Projekt im Rahmen der
Nationalen Stadtentwicklungspolitik
Koordiniert durch