Die zeitgerechte Stadt

"Zeitgerechtigkeit" ermöglicht eine Vielzahl von Assoziationen zu den Zusammenhängen zeitlicher Strukturen und räumlicher Entwicklung. Es kann beispielsweise um die zeitgerechte Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen gehen, darum dass etwas der Zeit angemessen ist oder um eine Verteilungsgerechtigkeit der (eigenen) Zeit.

Mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft sind auch weitreichende Veränderungen gesellschaftlicher Zeitstrukturen verbunden (Rifkin 1988). Kaum erforscht sind jedoch die Wechselwirkungen zwischen zeitlichen und räumlichen Veränderungen - in beide Richtungen. Im Kern geht es für die räumliche Forschung und Planung um eine Integration der zeitlichen und räumlichen Perspektiven, im Ideal um eine Raumzeitforschung (oder Chrono-Urbanistik, wie es ein französischer Forscher formuliert hat) und -planung. Warum ist das Thema Zeit und Verteilung von Zeit für die Stadtplanung von Interesse? Weil neue gesellschaftliche Zeitmuster die städtischen Räume und ihre Nutzung beeinflussen, wie die folgenden Beispiele verdeutlichen:


Damit eröffnen sich zahlreiche Fragestellungen für die planenden Disziplinen, von denen exemplarisch einige genannt seien:

Ein Projekt im Rahmen der
Nationalen Stadtentwicklungspolitik
Koordiniert durch